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[DE] Niederländische RAI-Nachrichten vom April 1966!

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Niederländische RAI-Nachrichten vom April 1966! (Quelle: De Kampioen)

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Moped
Fahren Sie immer mit dem Wind im Rücken

Wir wussten es eigentlich schon, aber die Mopeds auf der RAl haben es für das kommende Jahr deutlich gezeigt: Die Vorliebe des Niederländers geht immer mehr zum einfachen Moped mit automatischer Kupplung; zurück zum Fahrrad mit Hilfsmotor.

Im letzten Jahr stieg der Marktanteil dieser Kategorie von über 20% auf 40%. Die Preise liegen zwischen 400 und 450 Gulden. Und das ist auch gut so, denn vor fünfzehn Jahren waren diese Preise nicht niedriger, trotz der gestiegenen Löhne und Produktionskosten und trotz der kürzlichen Erhöhung der Mehrwertsteuer von 5 auf 10 %.

In den Niederlanden gibt es inzwischen 1,6 Millionen Mopedfahrer. Sie fahren durchschnittlich 5000 km pro Jahr. Zusammen legen sie 7 Milliarden Kilometer pro Jahr zurück, was fast der gesamten Personenverkehrsleistung der niederländischen Eisenbahn entspricht. Es wurde auch festgestellt, dass 1 Million Mopedfahrer ihr Fahrzeug täglich zum Pendeln zur Arbeit nutzen, die wirtschaftliche Bedeutung des Mopeds ist also beträchtlich.

Außerdem könnten wir in unserem Land mit über anderthalb Millionen Autos, seinem überfüllten Straßennetz und seinen drückenden städtischen Verkehrs- und Parkplatzproblemen ohne weiteres ein Verkehrsmittel für 1,6 Millionen Niederländer einsetzen, das auf den Straßen und in den Städten wenig Platz beansprucht und keinen Anteil an den beengten Parkplätzen verlangt.

Unter diesen Umständen wird das einfache Moped eindeutig wieder populär. Das ist ein Verdienst der Industrie. Die Industrie hat ihre technische Entwicklung darauf ausgerichtet, die Bedienung des Mopeds zu erleichtern. Das Automatikgetriebe, das das Schalten überflüssig macht, hat das Moped für viele zugänglich gemacht; die Einfachheit ist auch ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Daran orientierte sich auch die Rahmenkonstruktion: schlank, funktional und ohne Übermaß an Luxus. Das ermöglichte den Einsatz von wirklich nützlichem Zubehör wie Einkaufskörben und Kindersitzen für Damen, die den Einkauf mit dem Abholen ihrer schulpflichtigen Kinder verbinden.

Auf der RAl standen sie in großer Zahl bereit. Batavus wartete mit seiner Datavette auf, die mit dem ILO-Mini-Motor ausgestattet ist, der nicht über 40 km/h hinauskommt und nicht gezähmt wurde. Bei Berini ist die EE das utilitaristischste Moped mit automatischer Kupplung, DM ist eine italienische Version des einfachen automatischen Mopeds. Cimatti ist aus der Zusammenarbeit zwischen Simplex, Locomotief und der Firma Westor entstanden. Cyrus bringt als Teil einer großen Serie ein einfaches Modell mit Saxonnet-Motor. Die Cristina kommt aus Italien und hat ebenfalls eine automatische Kupplung. Stokvis präsentiert neben seinen Puchs, Solexen und RAPs nun auch eine Fair Lady, natürlich für Damen. Flandria (Avaros) brummt in dieser Reihe mit einer Eurolux. GareUino verwendet den Mosquito-Motor mit automatischer Kupplung. Gazelle, in Zusammenarbeit mit Casenave, nahm den ABG-Motor. Motom stellte seinen neuen Nova in einem schönen italienischen Rahmen vor. Die Mobylette's sehen wir in großer Zahl auf unseren Straßen, besonders die EEC, die jetzt ein neues und etwas teureres Modell 40S mit Rollenantrieb und natürlich auch automatischer Kupplung dabei hat. Aus Polen ist ein Komar gekommen. Peugeot (hierzulande bei Magneet) hat sein einfachstes Modell in drei Versionen von etwa 400 bis 500 Gulden, Regionen, in denen fast alle Modelle landen, je nach Vorhandensein oder Fehlen einer Federung. Solex, der Schrittmacher, den es seit 18 Jahren gibt und der schon vor einigen Jahren die automatische Kupplung einsetzte, hat auch seinem 1966er Modell neue Merkmale wie eine Form, einen rechteckigen Scheinwerfer mit besserer Lichtverteilung und eine neue Drosselklappe gegeben. Das einfachste Modell von Sparta ist jetzt die Spartamatic, die mit dem ILO-Mini mit automatischer Kupplung ausgestattet ist. Und Superia zielt mit dem Super Twen, der den einfachen Sachs-Motor mit automatischer Kupplung hat, vor allem auf die Jugend. Typhoon hofft, in dieser Klasse mit seinen Modellen mit Vorderradaufhängung und eventuell sogar Plunger-Hinterradaufhängung auf sich aufmerksam zu machen. Mehr oder weniger typisch für die ganze Entwicklung ist vielleicht das Velo Mosquito (nach so vielen Jahren ist der bekannte Rollentriebmotor wieder da) mit automatischer Kupplung, einer Reisegeschwindigkeit von 35 km/h und einem Gewicht von nicht mehr als 29 kg, ebenfalls mit Gepäckträger vorne und hinten.

Schwerere Klassifizierungen

Über einige der Neuigkeiten in den "schwereren Klassen" wurde bereits in früheren Ausgaben berichtet. Batavus bringt u.a. eine neue Combi Sport mit zwei Gängen. Gazelle hat eine Cornet mit Sachs-Motor, die mit Fußschaltung ausgestattet ist und die österreichische KTM mit ILO-Motor. Kaptein Moylette führte bei seinem Motocross-Modell die elektronische Zündung ein (bei Überschwemmung noch ein guter Funke) und hat nun auch ein neues MobySport. Magneet hofft, seine Magnematic mit Sachs 2-Gang-Motor und automatischer Kupplung, die derzeit für den Export bestimmt ist, bald auf den heimischen Markt zu bringen; neu ist hier auch das Viergang-Modell mit Fußschaltung. Ausnahmen bei den Viertaktern sind Demm mit dem Modell Special Lusso und Honda, das jetzt ein neues Modell C 320 S hat. Puch brachte noch vor der RAl die neue Scramble heraus, ein Moped für Jungs, die gerne im Gelände fahren und denen nun ein Dreigangmotor zur Verfügung steht. Tomos, das bekanntlich in der Vergangenheit eine gewisse Affinität zu Puch hatte, hat jetzt einen neuen Motor ohne Zwangskühlung in Zwei- und Dreigangausführung. Ein bekanntes Duo-Moped ist nach wie vor die Zündapp, die jetzt eine neue Sport-Kombi hat, für die man gegen Aufpreis eine Verkleidung bekommen kann.

Wir sehen, dass auch in dieser schweren Klasse die Automatisierung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Tatsache, dass die Geschwindigkeit des Mopeds auf 40 km/h begrenzt ist, hat in den letzten Jahren zu einer günstigen technischen Entwicklung bei den kleinen Zwei- und Viertaktmotoren geführt. Kein Wettlauf zu immer mehr Pferdestärken, sondern eine Stabilisierung zugunsten einer längeren Lebensdauer. Innerhalb dieser Begrenzung wurden jedoch die Möglichkeiten zur schnelleren Beschleunigung in den unteren Gängen ausgenutzt, weil die Beschleunigung im Duo etwas leichter fällt.

Die vielen Neuerungen konnten wir hier nur kurz erwähnen. Es ist klar, dass die Entwicklung der Mopeds in zwei Richtungen geht. Auf der einen Seite das einfache Moped mit Automatik, das ein Minimum an Wartung und Aufmerksamkeit erfordert, aber für den Solobetrieb gedacht ist. Und auf der anderen Seite das Tourenmoped, mit Motorrädern, die mit zwei oder mehr Gängen ausgestattet sind, wo übrigens auch die Automatisierung Einzug gehalten hat, und in Fahrradteilen, die sich stark in Richtung des ultraleichten Motorrads neigen. Neben Batavus und Eysink gab es nun einen weiteren niederländischen Mopedhersteller, der diese Entwicklung tatsächlich umsetzte: Cyrus stellte in diesem Jahr neben seinen Mopeds erstmals auch Leichtmotorräder vor. Kommen wir nun also zu den Motorrädern.

Über einige der Neuigkeiten in den "schwereren Klassen" wurde bereits in früheren Ausgaben berichtet. Batavus bringt u.a. eine neue Combi Sport mit zwei Gängen. Gazelle hat eine Cornet mit Sachs-Motor, die mit Fußschaltung ausgestattet ist und die österreichische KTM mit ILO-Motor. Kaptein Moylette führte bei seinem Motocross-Modell die elektronische Zündung ein (bei Überschwemmung noch ein guter Funke) und hat nun auch ein neues MobySport. Magneet hofft, seine Magnematic mit Sachs 2-Gang-Motor und automatischer Kupplung, die derzeit für den Export bestimmt ist, bald auf den heimischen Markt zu bringen; neu ist hier auch das Viergang-Modell mit Fußschaltung. Ausnahmen bei den Viertaktern sind Demm mit dem Modell Special Lusso und Honda, das jetzt ein neues Modell C 320 S hat. Puch brachte noch vor der RAl die neue Scramble heraus, ein Moped für Jungs, die gerne im Gelände fahren und denen nun ein Dreigangmotor zur Verfügung steht. Tomos, das bekanntlich in der Vergangenheit eine gewisse Affinität zu Puch hatte, hat jetzt einen neuen Motor ohne Zwangskühlung in Zwei- und Dreigangausführung. Ein bekanntes Duo-Moped ist nach wie vor die Zündapp, die jetzt eine neue Sport-Kombi hat, für die man gegen Aufpreis eine Verkleidung bekommen kann.

Wir sehen, dass auch in dieser schweren Klasse die Automatisierung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Tatsache, dass die Geschwindigkeit des Mopeds auf 40 km/h begrenzt ist, hat in den letzten Jahren zu einer günstigen technischen Entwicklung bei den kleinen Zwei- und Viertaktmotoren geführt. Kein Wettlauf zu immer mehr Pferdestärken, sondern eine Stabilisierung zugunsten einer längeren Lebensdauer. Innerhalb dieser Begrenzung wurden jedoch die Möglichkeiten zur schnelleren Beschleunigung in den unteren Gängen genutzt, weil die Beschleunigung im Duo etwas leichter fällt.

Die schwersten Motorräder auf der RAl waren die 750-ccm-Twins von AMC (Matchless, A.J.S. und Norton), aber die meisten Nennungen kamen aus der leichten Klasse zwischen 50 und 100ccm, in der die niederländische Motorradindustrie nach Jahren mit offensichtlichem Eifer wieder eine Rolle spielen will. Zwischen den beiden Kategorien liegt die japanische Armada mit Honda, Yamaha und Suzuki.

Ruhig war es auf dem großen Stand von BMW, wo es außer dem Viertelliter R 27, der, wie man sagt, auf Kundenwunsch zurückkehrt, keine Neuigkeiten gab. Die Liste der leichten Klasse enthält nun die Namen von Batavus, Cyrus; Magneet, DKW, Eysink, Honda, ltal, Kreidler, HercuÏes, Motom, Puch, Suzuki, Garelli, Yamaha und Zündapp.

Die britische Motorindustrie hatte einen eigenen Pavillon, an dem der echte Motorradfahrer allerdings nicht all die guten Erinnerungen finden konnte, die man vielleicht erwartet hätte. Norton war da, imposant, aber teuer. B.S.A. zeigte seine drei 650-cm³-Modelle Thunderbolt Startwin, Lightning Startwin und Spitfire Mk li Startwin, wobei letztere mit ihrem 55-PS-Motor eine Geschwindigkeit von 200 km pro Stunde erreichte. Ein Motorrad, das wirklich heraussticht, ist die Velocette Thruxton für den begeisterten Biker mit einer Vorliebe für britische Maschinen und deren spezifische Qualitäten. Triumph war mit seiner Palette vom 200-ccm-Einzylinder OHV bis zum 650-ccm-Twin Bonneville vertreten. Die britische Motorradindustrie macht immer noch sehr interessante Geschäfte mit den Vereinigten Staaten, wo das Motorrad immer beliebter wird. Speziell für die U.S.A. sind z.B. die 650 und 750 ccm Twins von A.M.C.

Die Neuigkeiten bei Honda begannen mit der 50-ccm-CB 50S, einem spritzigen OHV mit fünf Gängen, dann die 450-ccm-OHV mit obenliegender Doppelnockenwelle, die eine Leistung von 43 PS/8500 U/min hat, mit einem Elektrostarter ausgestattet ist und laut Hersteller eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h erreichen kann. Die Japaner zielen mit diesem Modell auch auf den amerikanischen Markt.

Zu den Neuigkeiten von Suzuki gehört neben einem 80er-Motorrad auch der Sechsgang-Viertelliter-Zweizylinder Super Sport, der 29 PS/7500 U/min leistet und mit dem Posi-Force-Schmiersystem ausgestattet ist, bei dem die direkt mit der Kurbelwelle verbundene Ölpumpe über den Gashebel gesteuert wird, so dass die Schmierung je nach Belastung des Motors angepasst wird. Ein nettes Detail, einfach, aber typisch für die durchdachte Verarbeitung, ist der transparente Kunststoffschlauch an der Außenseite des Tanks, der als kommunizierendes Gefäß den Inhalt des Tanks anzeigt. (2795.-) Yamaha bringt einen neuen 305-cm³-Zweizylinder-Zweitakter mit fünf Gängen, 29 PS/7000 U/min und Autotube-Einspritzung, bei der Öl und Benzin getrennt verabreicht werden. Ebenfalls neu ist der 100 ccm-Zweizylinder-Zweitakter, ebenfalls mit Autolube; dieser kleine Motor mit zwei Vergasern hat eine Leistung von 9,5 PS/8500 U/min. Schließlich gibt es bei den Japanern noch die 500 ccm-Zweizylinder-Lilac R92, deren Instrukteure wohl eine BMW beobachtet haben.

Niederländische Motorrad-Neuheiten kommen in diesem Jahr zum ersten Mal von Cyrus, die drei Modelle mit Sachs-Motoren vorstellen: die 5,4 PS starke Royal 50 mit 5 Gängen, die 6,3 PS starke Royal 75 mit 5 Gängen und die 8,2 PS starke Royal 100 mit 4 Gängen. Es ist eine Initiative, die dem Motorradfahrerpublikum Mut macht, weil es um uns herum so still geworden ist. Ein anderer Holländer, der nie aufgibt, ist Eysink mit seinen 50 ccm Modellen mit der bereits von Eysink eingeführten Spezialaufhängung, bei der ein Stoßdämpfer den Platz des vorderen vertikalen Rahmenrohrs vom Lenkkopf bis zum Motorblock einnimmt.

Der lang erwartete Vierzylinder von M.V. Agusta ist nicht eingetroffen, dafür aber ein neuer 125er Single. Jawa hat nun eine automatische Kupplung bei den 250er und 350er Modellen, wobei der Kupplungshebel nur für besondere Situationen, wie das Anfahren aus dem Stand auf einer steilen Bergstraße, beibehalten wurde. Bei der 125er CZ ist der niedrige Preis, f 999, unter all den vierstelligen Zahlen nun als sehr bemerkenswert zu nennen. Ducati präsentierte eine 160er Viergang-OHV, die Monza Junior. Die Verbindung vom schweren Moped zum ultraleichten Moped ist da und die Preise sind nicht so unterschiedlich. Es ist zu hoffen, dass die jüngeren Mopedfahrer diese Entwicklung wahrnehmen.

pdf De Kampioen - April 1966 (1.44 MB)

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